Zurück zur Startseite

Obstanbau

Aus den Tagebüchern unserer Familie

In sorgfältig erhaltenen, handschriftlichen Tagebüchern dokumentierten frühere Generationen unseres Hofes, wie sie ihre Obstbäume pflanzten, pflegten, veredelten und mit welcher Erfahrung sie die Eigenheiten der jeweiligen Sorten beobachteten. 
Diese Notizen reichen teilweise bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück. Ein schriftlicher Schatz voller Anleitungen, Beobachtungen und Hinweise, die oft präziser sind als mancher Ratgeber heute.
Was in diesen Zeilen steht, ist keine Theorie, es ist erprobtes Wissen, weitergegeben über Jahrzehnte, geformt durch Geduld, Erfahrung und Verbundenheit mit dem Boden.
Wir haben uns entschieden, dieses Wissen nicht im Archiv verstauben zu lassen, sondern es zum Fundament unseres heutigen Obstanbaus zu machen.

Alte Sorten – für die Zukunft bewahrt

Auf unseren Streuobstwiesen wachsen gezielt alte Obstsorten, die anderswo kaum noch zu finden sind. Sorten, die widerstandsfähig sind, regional angepasst und oft ein vielschichtigeres Aroma besitzen als ihre hochgezüchteten Nachfolger aus dem Supermarkt.
Ob alte Apfelsorten oder fast vergessene Birnensorten: Jede Pflanzung ist eine bewusste Entscheidung für Vielfalt, gegen das Vergessen und für ein resilientes, zukunftsfähiges Ökosystem.
Denn diese alten Sorten sind nicht nur geschmacklich einzigartig, sie sind genetisch robuster, brauchen weniger chemische Behandlung und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Handarbeit und Geduld

Unser Obstanbau folgt dem Rhythmus der Natur. Ohne künstliche Beschleunigung, ohne industrielle Eingriffe. Wir pflegen unsere Bäume in Handarbeit, schneiden sie sorgfältig, beobachten sie übers Jahr und lassen sie vor allem: wachsen.
Die Ernte ist dabei immer auch ein Moment der Demut. Ein Rückblick auf Monate der Pflege und ein Ausblick auf das, was wir daraus machen, ob Frischobst, Most oder verarbeitet in kleinen, feinen Produkten vom Hof.